Donnerstag, 28. Februar 2013

Durch Social Media verschmilzt Privat- und Berufsleben!

Social Media ist heutzutage für viele ein Teil des täglichen Lebens geworden. Über Xing und LinkedIN teilt man potentiellen Interessenten mit was man kann und erreicht hat. In facebook vernetzt man sich um Interessen und Meinungen zu teilen.
 
Xing oder LinkedIN sind Teil des beruflichen Lebens. Facebook wird oft noch weitestgehend privat genutzt.

Mit Geschäftspartner vernetzt man sich zwischenzeitlich aber nicht nur über Xing, sondern auch über facebook und damit verschwimmen Privatleben und Business, auch facebook wird damit nach Xing und LinkedIN zum Teil des beruflichen Daseins.
 
Entsprechend muss jeder darauf achten wie er sein persönliches Profil im social media Umfeld aufstellt. Wer keine digitale Existenz hat oder pflegt ist im Web nicht auffindbar und sichbar, es droht "Profilverlust".
 
Der "digital footprint" gehört heute zum modernen Leben wie früher die Mitgliedschaft im Fußballclub. Es reicht nicht mehr aus mal mit Kollegen etwas zu unternehmen oder nach der Messe mit einem Geschäftspartner auf ein Event zu gehen. Das traditionelle Networking wird durch social media erweitert, ergänzt, ausgedehnt und intensiviert.
 
Früher hat man "beim Bier" erfahren wer sich für was interessiert, man hat Gemeinsamkeiten entdeckt und gepflegt und Freundschaften geschlossen. Heute erfährt man über Xing welche berufliche Historie jemand hat und über facebook welche Hobbies gepflegt werden. Diese Erweiterung des Wissens und insbesondere dessen jederzeitige Abrufbarkeit ist eine große Bereicherung für jegliches Networking.

Leider haben das viele noch nicht verstanden oder wollen das nicht verstehen bzw. sind zu Veränderungsressistent. Die Selbstausrede ist dann: "das brauche ich nicht", "dafür bin ich zu alt", "facebook und Co gehen nicht vertrauensvoll mit meinen Daten um", "ich kümmere mich lieber um meine echten Freunde" und "dafür habe ich keine Zeit".
Wer so denkt lässt viel Potential ungenutzt liegen, das Andere nutzen können und werden.

Manchmal erinnert mich die aktuelle Infiltrierung aller Lebensbereiche durch die zunehmende Vernetzung, das "internet of things" und social media an den "wilden Westen". Wer rechtzeitig losgezogen ist und seine Claims abgesteckt hat konnte Neuland erobern. Wer ängstlich zurück blieb der blieb zurück.
 
Ich kann mich noch gut an den Dot.com-Hype vor inzwischen 12 Jahren erinnern und eines haben wir damals gelernt: speed is critical
 
Sicherlich müssen wir neue Entwicklungen und deren Auswirkungen kritisch hinterfragen, wir werden aber nie alle Antworten erhalten ohne zu viel Zeit zu verlieren. Viele Antworten erhalten wir nur durch "trial and error". Ohne eine gewisse Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen und ohne einen gewissen Pioniergeist kann man sich nicht weiter entwickeln. Es kommt also irgendwann der Zeitpunkt an dem man sich entscheiden muss, ob man ewig kritisch hinterfragt und am Ende der Entwicklung hinterherläuft oder ob man los geht und Neuland betritt.
 
Meines Erachtens ist social media ein wichtiger Teil des beruflichen Networkings geworden. Wer am digitalen Leben nicht teil nimmt verpasst wesentliche Entwicklungen und klinkt sich zunehmend aus dem Informationsfluss aus. Das ist keine private Entscheidung mehr, zukünftig wird dadurch auch die berufliche Positionierung beeinflusst.
 
Für mich als Entrepreneur hat es nie eine vollständige Trennung zwischen Privat- und Berufsleben gegeben. Social Media macht jeden zum Entrepreneur in Bezug auf seinen eigenen "digital footprint". Wer einen sichtbaren Fußabdruck im Leben hinterlassen möchte muss Neuland betreten.
 
Durch social media verschmilzt Privat- und Berufsleben!